Alles, was schwimmt, fliegt und fährt
Alles, was schwimmt, fliegt und fährt
 

„Wieder auf allen Meeren“

Der Norddeutsche Lloyd 1945 bis 1970

 

So lautet der Titel meines Aufsatzes im Ausstellungsband des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Bremerhaven, und des Focke-Museums Bremen zum 150. Gründungsjubiläum des NDL. Erzählt wird die Nachkriegsentwicklung der Reederei bis zur Fusion mit der Hapag.

In: Dirk J. Peters (Hrsg.):

Der Norddeutsche Lloyd

Von Bremen in die Welt. "Global Player" der Schiffahrtsgeschichte,

Hauschild-Verlag, 24.50 €

 

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Friedrich List und die südwestdeutsche Amerikaauswanderung 1817 bis 1846

Wirtshaus zum Kranen in Heilbronn. Hier befragte Friedrich List 1817 die Auswanderer. (Lithografie 1835) © Stadtarchiv Heilbronn

Am Morgen des 1. Mai 1817 verließen gegen 11 Uhr kurz hintereinander acht Schiffe den Heilbronner Hafen. Etwa 650 Menschen befanden sich an Bord, die auf Neckar und Rhein nach Rotterdam gebracht werden sollten.

 

Für sie begann damit die erste Etappe einer langen, beschwerlichen Reise in eine ungewisse Zukunft jenseits des Atlantiks: Sie kehrten für immer ihrer Heimat den Rücken, sie wanderten aus nach Nordamerika in der Hoffnung auf ein besseres, freieres Leben, ohne wirtschaftliche Sorgen und politische Bedrückung.

Erste Meinungsumfrage

Unter den zahlreichen württembergischen Landsleuten, die in Heilbronn von ihnen Ab-

schied nahmen, stand auch ein Mann, der keine Verwandten oder Bekannten unter den Auswanderern hatte, der aber auch nicht aus persönlicher Neugier dorthin gegangen war: Friedrich List. Der damals 28-jährige Rech-

nungsrat im Stuttgarter Innenministerium war im Auftrag König Wilhelms I. angereist.


List sollte die Auswanderer nach ihren Gründen und Motiven befragen und den König auf inoffiziellem Wege über die Hintergründe der ersten großen Auswandererwelle des 19. Jahrhunderts berichten.

Auch in Neckarsulm und Weinsberg sollte er Umfragen machen und die Auswanderer möglichst zum Bleiben überreden.


Lists Berichte informieren bemerkenswert offen. Sie sind erstklassige Quel-

len, die hier erstmals ausgewertet und in den Zusammenhang mit Lists spä-

teren Ansichten der Auswanderung aus volkswirtschaftlicher Sicht verglichen wurden.

Der Aufsatz war Teil meiner Staats-

examensarbeit am Historischen Se-

minar der Universität Hamburg. Er erschien 1976 in dem von meinem  akademischen Lehrer Prof. Dr. Günter Moltmann herausgege-

benen Band "Deutsche Amerika-

auswanderung im 19. Jahrhundert".

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